AW Faulensee


Allgemeines zum Artilleriewerk Faulensee


Das Artilleriewerk Faulensee wurde im Tagbau erstellt. Anders als bei Anlagen die in den Berg gebaut ( gesprengt ) wurden, wurde zuerst eine Baugrube ausgehoben, die Anlage eingebaut, und danach wider mit Aushub überdeckt wurde.


Faulensee war ein unentbehrlicher Eckpfeiler des inneren Reduits, ein Wächter des Zugangs zu Herzen des Landes mit den Kavernen von Bundesrat und Parlament, mit Vorräten, mit dem Rütli und seinem Symbolcharakter, vor allem aber mit der Gotthardachse. Die Benutzung dieser Achse war für die Kriegsparteien unentbehrlich. Deshalb hatte unsere Armee hier ein Schwergewicht zu legen. Faulensee gehörte zentral zu dieser Absicht.


Der Stellungsraum und damit das Werk Faulensee ist offen, das heisst jedoch als aufgelockerte Anlage durch natürliche Bodenwellen gegen Infanterie-Nahfeuer relativ gut gegen den Thunersee geschützt.

Dagegen ist die permanente Anlage gefährdet durch Fliegerangriffe sowie Panzer- oder Infanteriefeuer von der überhöhten Kante des Plateau von Aeschi aus.

Die Anlage stellte die rasche Einsatz- und Feuerbereitschaft zur Verteidigung des Réduiteingangs und damit der hier kreuzenden Achsen von Thun - Lötschberg und Interlaken – Simmental sicher.

Das Werk mit seinen 4 x 10,5 cm Kan ( L35 )  war als Unterstützungs- Artilleriefeuer zugunsten des Abwehrkampfes im Raum Spiez konzipiert, das bis und mit vor das natürliche Kanderhindernis wirkte.

Truppe: Fest Art Kp 76, später Fest Art Kp III / 15 ( TO 61 ).

Ein Verbindungsstollen von 160 m Gesamtlänge führt zu den vier Geschützständen der Feuerleitstelle, Telefonzentrale, Unterkunft und der Munitions-Laborieranlage, wie auch zu den Filter- und Frischlufteinrichtungen.

07. Dezember 1993: Aufhebungsverfügung durch GSC per 31.12.93.

Text Quelle: Prospekt Stiftung Artilleriewerk Faulensee / Dokumentation GMS Reise Burgfluh-Faulensee


Kontaktaufnahme Besichtigung Stiftung Artilleriewerk Faulensee  Tel. 033 654 25 07       www.faulensee.ch/Artilleriewerk.htm


1 ) Werkseingang.


2 ) Vor dem Werkseingang.


3 ) Im Eingangsbereich.


4 ) Ersatzläufe für die Geschütze.


5 ) Notstrom Motoren.


6 ) Filteranlage.


7 )


8 ) Verbindungsstollen zu den vier Geschützständen. Gesamtlänge ca. 160 Meter.


9 ) Ausstieg zu Gefechtsstand / Küche mit Eingangsverteidigungsscharte.


10 ) Blick durch die Scharte ( Eingangsverteidigung ) Richtung Eingang.


11 ) Blick vom Eingang Richtung Eingangsverteidigung.


12 ) Die Kleine Werk-Küche.


13 ) Die WC Anlage ist sehr klein geraten.


14 ) Unterkunft für die Soldaten. Über der Unterkunft befindet sich jeweils eine Geschützstellung. Der Ruhende Teil der Mannschaft hätte im Ernstfall beim Abschiessen der Geschütze sicherlich mit Schlafproblemen  zu kämpfen gehabt.


15 ) Unterkunft Offiziere. Nicht viel Komfortabler als bei der Mannschaft.


16 ) Hier wurde Munition und Zünder gelagert. Direkt daneben durch eine Backsteinmauer getrennt die Mannschaftsunterkunft. Heute währe das Undenkbar !  Oben sieht man noch die Verankerung der Hebellafette.


17 ) Stahlgranaten.


18 ) Beschrieb einer Granate.


19) Aufstieg zu einem Geschützstand.


20 ) Einer der vier Geschützstände von innen gesehen. 10,5 cm Kanone 1935 L 42 auf Hebellafette.


21 ) Ausgefahrenes Kanonenrohr in Feuerstellung.


22 ) Nach dem Abschuss wurden die Hülsen auf diesem Gerät wider für den weiteren gebrauch bereit gemacht. ( Eventuelle Dellen ausgebügst und  mit neuen Zündern versehen.)


23 ) Vorgang beim Schiessen kurz erklärt.


24 ) Mit Hilfe dieses Kettenzuges konnten die Geschütze ein und ausgebaut werden.


25 ) Die Geschützstände liessen sich, durch heben und senken von 30-40 cm Dicken Beton Toren vom Rest des Werkes abschliessen. Rechts im Bild erkennt man noch leicht die Spindel, mit der gehoben oder gesenkt wurde.


26 ) Die Feuerleitstelle.


27 ) Wirkungskarten der Verschiedenen Festungswerke der Region. Geballte Feuerkraft.


28 ) Funkniesche des Werkes.


29 ) Ein weiterer Geschützstand.


30 ) Ein als Scheune getarnter Geschützstand. Beim Schiessen musste das Grosse Tor geöffnet werden.


31 ) Ein weiterer Geschützstand. Die Geschützscharte befindet sich an der vorderen  Seite des „Chalets“.