AW Furggels


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Festung Furggels


Baubeginn  November 1939 mit einer Bewaffnung von zwei 10.5 cm Turmkanonen 39. Die Türme waren im Juli 1940 schussbereit. 1941 kamen noch mal zwei 10,5-cm-Turmkanonen (Panzerturm) hinzu. Diese waren im Mai 1942 schussbereit. In einer dritten Etappe wurden in Furkels ab dem Januar 1945 noch vier 15-cm-Bunker Kanonen eingebaut. Diese Kasematten waren in den Jahren 1946 bis 1947 schussbereit. Mit dieser Bewaffnung gehörte das Artillerie-Werk zu den grössten Werken, welche in der Schweiz erbaut wurden.

Die Festung Furggels war mit ihrer Infrastruktur auf einen ziemlich grossen Bestand an Werkbesatzung angewiesen. Die Hauptaufgabe des Werkes war die Unterstützung der Abschnittstruppen mit Artilleriefeuer. Damit aber die Geschütze schiessen konnten, war im rückwärtigen Bereich eine relativ grosse Logistik von Nöten. Es handelt sich hierbei um Funktionen wie Werkschutz, Versorgung, Sanität und Infanterie. Dieser Bestand bedeutete für den Betrieb der Festung eine Mannschaft von 420 Mann, der sich wie folgt zusammensetzt:

350 Mann Werkbesatzung

70 Mann Festungsinfanterie

Dieser Bestand an Werkbesatzung wurde von keinem anderen Werk in der Region Sargans erreicht. Die Werke Magletsch (400 Mann) und Kastels (400 Mann) waren nur unwesentlich kleiner. Die Feuerkraft der beiden anderen genannten Werke kam allerdings nicht an die von Furggels heran.

Wie bei den meisten Werken konnte ab dem Haupteingang mit einem Lastwagen (bis zu 7,5 t) in das Werkinnere gefahren werden. Der recht schmale Stollen mündet in einen grossen Raum, wo unter anderem geschützt von der Aussenwelt der Güterumschlag der Lastwagen vorgenommen werden konnte. Damit der Lastwagen auch wieder wenden konnte, ist eine Drehscheibe in den Boden eingelassen, welche mit relativ wenig Muskelkraft gedreht werden kann. Diese Konstruktion ersparte das mühsame Heraussprengen von Fels um eine genügend grosse Kaverne für das Manövrieren zu erhalten.

Bis in die 1990er Jahre wurde das Werk Furggels kontinuierlich an die neuen Bedrohungsformen angepasst. So wurden den neusten Erkenntnissen genügende Drucktüren gegen die Schockwellen bei Explosionen und Gasschleusen gegen chemische Kampfstoffe eingebaut sowie bestehende verbessert.

Die beiden Etagen sind durch ca. 20 m Fels voneinander getrennt. Diese Höhe kann mittels eines Transportaufzuges oder der parallel zum Aufzug verlaufende Treppe überwunden werden. Beide Etagen sind durch einen Schrägstollen miteinander verbunden.

Die Infrastruktur des Werkes setzte sich wie folgt zusammen:

Drei Munitionsmagazine für die vier 10.5cm- Turmkanonen

Vier Munitionsmagazine für die vier 15-cm-Bunkerkanonen

Eine Beobachtungskuppeln

Eine 9-cm-Panzerabwehr-Kasematte mit Beobachtung

Zwei Kasematten mit einem leichten Maschinengewehr und einem Maschinengewehr

Eine Rettungsstation

Spital

Notspital beim Eingang Süd

Drei Entgiftungsstationen. Diese befinden sich bei den Eingängen „Betonbrücke“, Haupteingang und Eingang Süd.



Auf der ersten Etage (erstes Untergeschoss) waren zusätzlich:

Werkstatt

Telefonzentrale

Kompaniebüro

Filterraum

Maschinenraum

Wasserreservoir

Brennstoffreservoir

Mannschaftsunterkunft für die 15-cm-Bunkerkanonen

Schiessbüro für die 15-cm-Bunkerkanonen

Schiessbüro für die 10,5-cm-Turmkanonen

 

Auf der zweiten Etage (zweites Untergeschoss) waren zusätzlich:

Offiziersunterkunft

Unteroffiziersunterkunft

Zwei Mannschaftsunterkünfte

Kantine

Küche

Bäckerei

Lebensmittelmagazin

Totenkammer

Arrest

Waschküche

Sauerstoffgeräte

Klimaanlage
 
   

















































In der Unteren Etage befinden sich:

  • Unterkunft Offiziere
  • Unterkunft Unteroffiziere
  • 2  Unterkünfte Mannschaft
  • Kantiene
  • Bäckerei
  • Küche
  • Lebensmittel,Vorratskammer
  • Totenkammer
  • Arest Zelle
  • Waschküche
  • Klimaanlage
  • Sauerstoffgeräte










Durch diesen Stollen wird die Abluft der Küche nach draussen geführt. Darum die Gespenstische Szene.


Zugang zur Toenkammer.


Totenkammer.


In der Totenkammer.


Ein Schacht in der Totenkammer.