AW Kilchlidossen



Im Kanton Nidwalden befinden sich sechs grosse Kassemattwerke - die grösste Konzentration an Artilleriewerken überhaubt in der Schweiz ! Das Artilleriewerk Kilchlidossen weist einige festungstechnische Besonderheiten auf. 
Die Festung Kilchidossen ist ein Kasemattwerk auf drei Etagen. Der Werkeingang liegt direkt neben der Strasse Stansstad – Bürgenstock. Zur Tarnung ist er mit den Buchstaben EWN ( Elektrizitätswerk Nidwalden ) beschriftet. Das erste Stück des Eingangsstollens ist noch mit Lastwagen befahrbar.

Projektverfasser für den Bau war das 2. AK über das Baubüro Luzern. Aufgrund des geologischen Berichtes wurde mit der Projektierung am 1. Mai 1941 begonnen. Die Angebote der Bauunternehmungen lagen am 18. Juni vor. Berücksichtigt wurde die Arbeitsgemeinschaft Balm in Stansstad bestehend aus den Bauunternehmungen  Franz Murer, Beckenried und J. Biland & Co, Baden, welche den Rohbau mit einer Eingabesumme von Fr.801´669.- offerierten. Die Unterzeichnung des Bauvertrages des Bauvertrages erfolgte am 26. Juni 1941. Bereits am Tag der Unterzeichnung wurde mit dem Bau begonnen. Nach sieben Monaten beendete die Arbeitsgemeinschaft die Ausbrucharbeiten. Am 30. Juni 1942 konnten die Rohbauarbeiten abgeschlossen werden, ausgenommen davon war der Einbau der Schartentöpfe, deren Lieferung noch Ausstand. Die elektrische Anlage war am 29. Juli 1942 bis auf einige Kleinigkeiten fertig Montiert. Man beurteilte das Klima im Werk zu diesem Zeitpunkt als „nass“. Bis Ende Jahr konnte der Einbau der Sanitäranlagen  abgeschlossen werden, die Ventilationsanlagen und die Munitionskavernen waren eingebaut und die Telefonanlage montiert, allerdings noch ohne Zentrale. Außer der den Ventilatoren in den Geschützständen 1 und 4 war die Frischluftzufuhr in den Kampfständen betriebsbereit und der Kollektiv Maskenschutz in allen Kampfständen montiert, die Filter jedoch noch nicht eingebaut. Die FW Kp15 übernahm am 12. Juni 1943 die Unterkunft und die Kampfstände.

Es konnte zu diesem Zeitpunkt wohl mit den Geschützen Geschossen und im Werk Unterkunft bezogen werden, doch der Maschinenraum war erst am 9. Februar 1944 übergabebereit.

Die Kostenzusammenstellung vom 25. September 1945 für das Artillerie Fort Kilchlidossen ergab folgende Beträge: Bauarbeiten Fr. 757´957.- , Installationen Fr. 337`810.- und Panzerungen Fr. 3174.- , d.h. Total ohne Waffen und Munition Fr. 1`048`941.- .

 

Die Bewaffnung des Artillerieforts Kilchlidossen bestand während des Zweiten Weltkrieges aus vier 12 cm Haubitzen 12/39 auf Hebellafetten. Eine war bereits im Frühjahr 1942 montiert, die restlichen drei Geschütze wurden am 25. September geliefert und waren am 26. schussbereit. Sie wirkten primär ins Engnis von Stansstad, den Übergang über den Renggpass und im Vorgelände auf die Lopperstrasse, sowie auf mögliche feindliche Bereitstellungen im Raum Hergiswil. Daneben gehörten zur Bewaffnung noch zwei 24 mm Tankbüchsen ( TB ), vier Fest. Mg 11, vier Reserve Mg und 8 Lmg. Zum Schutz der exponierten Geschützstellungen wurden in der Felswand zwei Doppel Flabstellungen eingebaut. Diese waren mit der 20 mm Flab  Kan W+F 1938 bestückt.

Text Quelle: " Die Wehranstrengungen im Raum Nidwalden 1935 - 1945 " erhältlich beim          Aktiv Verlag, Oberstmühle 3, 6370 Stans


 

1 ) Der Eingang. EWN Elektrizitätswerk Nidwalden.


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3 ) Einzigartig in der Schweiz ist die Beton-Fall-türe am Werkeingang.


4 ) Blick auf die Massive Beton- Fall- türe.


5 ) Verriegelung.


6 ) Mit Hilfe dieser Winde wurde das Fall- Tor Geöffnet oder Geschlossen.


7 ) Das Geöffnete Beton Kipptor.


8 ) Scharte der Eingangsverteidigung.


9 ) Eingangsbereich. Eingangsverteidigung.


10 ) Innenseite der Stollenverteidigung.


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12 ) Der Lift Motor.


13 ) Treppe zur Unteren Etage.


14 ) Lift.


15 ) Diverse Leitungen. Zugangs Leiter zum Beobachter.


16 ) Diese Leiter führt zum Beobachter.


17 ) Diverse Antenen Anschlüsse beim Beobachter.


18 ) Platz des Beobachters.


19 ) Aussicht des Beobachters.


20 ) Umlenkrolle. 


21 ) Auf dem Sockel Rechts wahr eine Winde installiert die dem Munitionsaufzug zu den Flabständen diente.


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25 ) Zugangs Türe zum Flabstand.


26 ) Hier wahren Links und Rechts je eine 20mm Flab- Kanone Installiert.


27 ) In dieser Vertiefung wurden die Laffeten der Flab- Kanonen eingesetzt.


28 ) Vergitterter Flab. Stand von Aussen.


29 ) Geöffnete Scharten Tarnung des Flab. Stand.


30 ) Hier sieht man Eindrücklich die Massive Bauweise des Flab Scharten Standes.


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Dieser Raum war einmal ein Munitionsmagazin, bevor er zur Mannschafts- Unterkunft umfunktioniert wurde.


Der dazugehörige Waschraum mit fliesend kalt Wasser natürlich. Wie es bei der Mannschaft üblich war.