Forte Foppa Grande

Lage und Bewaffnung des Artilleriewerks Foppa Grande

Das AW Foppa Grande liegt auf einer Höhe von 1540 m.ü.M. in der Gemeinde Airolo, auf der Südseite des Gotthardpases am Eingang zur Tremola. Die Festung ist gut getarnt an der alten Gotthardstrasse in den Felskuppen oberhalb Motto Bartola eingebaut.

Das AW  Foppa Grande umfasst:                                                       

Eine Turmkanone 10,5 cm, nachfolgend als PzT (Panzerturm) abgekürzt. Mit dem PzT konnte das AW Foppa Grande ab Ende 1939, abgesehen von schusstoten Räumen, die Schussbereiche der übrigen Artilleriewerke überlappend, das Gelände rundum (360°) mit einer wirksamen Schussreichweite von 18 km und mit Spitzgranate bis max.22 km mit Artilleriefeuer belegen. Die Schüsse des AW Foppa Grande reichten also bis in die Leventina bis Faido, am San Giacomopass im Italienischen Formazzatal bis Ponte unterhalb der Tosafälle, im Goms bis Ulrichen, im Reusstal bis unterhalb Wassen, an der Oberalp bis Sedrun und am Lukmanier bis über die Passhöhe. Am 2.November 1992 wurden im WK der Fest Kp III/6 mit dem 10,5 cm Panzerturm die letzten 38 Schüsse abgefeuert. Ende 1994 wurde das Fest Rgt 23 und damit auch die Fest Kp III/6 aufgelöst. Dann wurde das AW Foppa Grande stillgelegt. Per 1. Juni 1997 wurde das Werk Entklassifiziert und vom Generalstabschef als erhaltenswertes Historisches Werk anerkannt.

Drei 20mm Fliegerabwehrkanonen dienten der Luftverteidigung.Dazu waren 7 Flabsockel und 3 Flabnischen vorbereitet.


Militärische Aufgabe des Artilleriewerks Foppa Grande

Unter dem Druck der politischen Ereignisse in Deutschland und in Italien wurden vor Beginn des Zweiten Weltkriegs zur Verstärkung der Gotthardbefestigung die Artilleriewerke "Foppa Grande" und "San Carlo" mit einer neuen Generation von  10,5 cm Turmkanonen gebaut. Noch vor dem Rèduitbeschluss von General Guisan vom 12. Juli 1940 wurde die im bau befindliche neue Festung Foppa Grandevon der Truppe, der Fest Art Kp 16 (später Fest  Kp 16 bzw. Fest Kp I/17 un Fest Kp III/6 ) in Betrieb genommen.
Am 15 August 1929 wurde die neue Srasse aus dem Val Antigorio über die Tosafälle auf den San Giacomopass dem Verkehr übergeben. Nahe der Schweizer Grenze endete die durchscnittlich 4,5m breite Strasse auf einem Kehrplatz. Sie wahr nebst der Erschliessung  für den Kraftwerkbau, unter dem Vorwand der touristischen Erschlissung gebaut worden. Damit schrumpfte auf dieser Einfallsachse die Schussdistanz von Mussolinis Artillerie zum Südportal des Gotthardbahntunnels auf 14 km und die faschistischen Truppen Italiens standen schon bald unberechenbar an der Schweizer Grenze bereit. Die Aufstellung von zwei Bahnwagen auf dem San Giacomopass auf 2300 m.ü.M. demonstrierte der Schweiz eindrücklich die Leistungsfähigkeit der neuen Italienischen Strasse aus dem Val Antigorio durch das Val Formazza bis auf den Grenzkamm, auch für militärische Belange. Die schweren Geschütze der Italienischen Artillerie rückten damit in bedrohliche Nähe  der Zentralfestung Gotthard. So hattn ihre 14,9cm Kanone L40 eine Reichweite von     22 km  und die 21cm Haubitze  L22  mit 102 kg schweren Geschossen eine Maximlschussweite von 16 km.
 
   

1953 wurde das AW Foppa Grande für den Einbau eines 12 cm Mehrfachminenwerfers der SIG Neuhausen vorbereitet. Bedingt durch die Schwierigkeiten mit diesem neuen Waffensystem verzögerte sich der Einsatz. Erst 1961 konnte der von der Eidgenössischen Waffenfabrik Bern entwickelte 12 cm Zwillings-Festungsminenwerfer 59  eingebaut werden und der Truppe übergeben werden. Der rundum abgedeckte Wirkungsbereich beträgt 9 km.  Am 1 Juni verschoss die Fest KP III/6 im WK 1994 mit dem Festungsminenwerfer Foppa Grande die letzten 31 Minenwerfer-Granaten. Insgesamt hat das Geschütz Foppa Grande 4706 Granaten abgefeuert. Der Festungsminenwerfer Foppa Grande wurde sehr oft zur Ausbildung in Festungsartillerie-Rekrutenschulen benützt;dadurch die hohe Schusszahl.

Das Werk kann nach Absprache in Gruppen Besichtigt werden.

Festungsmuseum Forte Airolo und Foppa Grande Airolo:

Auskunft bei Leventina Turismo Tel.091 869`15`33


2 ) Ehemaliger Werks Eingang (Der Neue Eingang steht dierkt daneben und ist ebenfals als Rustico getarnt).


3 ) Orientierungstafel.


4 ) Feinpartikel-Atomschutzfilter.


5 ) Blick durch die Lmg/Stgw Scharte in Schussrichtung.


6 ) Eingangsbereich.


7 ) Vo-Messeinrichtung auf 10,5 cm Ersatzrohr.


8 ) Die Werktelefonzentrale.


9 )


10 ) Maschinenraum mit zwei 80 Ps Sulzer-Dieselmotoren.


11 ) Lüftung.


12 )


13 ) Zimmer und Büro des Kompaniekommandanten.


14 ) Mannschafts-Unterkunft.


15 ) Mannschafts-Unterkunft.


16 ) Küche.


17 ) Küchen-Magazin.


18 )


19 ) Wirkungskarten.


20 ) Batterie-Feuerleitstelle.


21 ) Vo-Messgerät in der Feuerleitstelle des 10,5cm PzT.


22 ) Untere Station am Fuss des Schrägschachtes zu 10,5cm Panzerturm.


23 ) Schrägschacht zum Panzerturm.


24 ) Paternoster-Munitionsaufzug.


25 )


26 ) Handschlitten (Munitionsheber).


27 ) Aufstieg zu Geschützturm.


28 ) Ladeschaufel mit Granate.


29 ) Blick von unten in den Turm.


30 ) Geschützdaten.


31 ) Verschluss, Höhenzahnkranz und Richtvorrichtung 10,5cm PzT und mit Umstellhebel für Richtgeschwindigkeit.


32 ) Richtraum 12cm Fest Mw 59 Foppa Grande mit Richtantrieb der ersten Generation. 

Text Quelle: Broschüre Gotthardfestung FOPPA GRANDE  zu Beziehen bei http://www.gr.admin.ch/intrnet/armasuisse/de/home   für die Homepage von armasuisse  "Dienstleistungen&Produkte" dan Immobilien und schliesslich "Historische Bauten"anklicken.


33 ) Moderner 12cm Zwillingsminenwerefer (Das Foto stammt nicht aus dem Werk Foppa Grande).